Unsere Räumlichkeiten

Gaststuben

Wurzelstube

Biergarten

Eventsaal

Seminarräume

Bar

 

 

Der „Gasthof zur Post“ wird das erste Mal 1487 als „Bierschänke“ in einem Erbrechtsbrief des Georg von Puchberg, Besitzer des Schlosses Hoch-Winzer, urkundlich erwähnt. Als erster namentlich erfasster Besitzer wird „Christoff wird“ (Christof der Wirt) genannt. Auch in den Steuerbüchern der Herren von Schwarzenberg, Besitzer von Hoch-Winzer von 1559-1603, wird dieses Wirtshaus lückenlos erfasst, in welchen Hans Varinslandt und Thomas Stubner als Wirte erscheinen.

Im österreichischen Erbfolgekrieg (1741 bis 1745) wird Winzer hart getroffen. Im Jahr 1742 wird fast ganz Nieder-Winzer (Unterwinzer) gebrandschatzt, wobei die Pfarrkirche und die meisten Wohnhäuser schwer beschädigt wurden. Das Wirtshaus scheint aber verschont geblieben zu sein. Am 1.11.1744 wurde das Schloss Hochwinzer von ungarischen Husaren in die Luft gesprengt.

In der Folgezeit werden das Wirtshaus und deren Besitzer regelmäßig in den Steuerbüchern etc. erwähnt und zwar 1749 „Michael Muz“ und 1810 „Michael Nothaft“.

1827 dürfte das Gebäude in dem jetzigen Ausmaß errichtet worden sein, wie aus der eingemeißelten Jahreszahl im Türstock hervorgeht. 1843 wird im Urkataster dokumentiert, dass „Wurstwirth Elisabeth Loher“ das Anwesen am 31.12.1839 von ihrem im Jahr 1839 verstorbenen Ehemann übernommen hat.

Mit der Errichtung der Postagentur in Winzer in diesem Gasthaus im Jahr 1885 dürfte auch die Firmenbezeichnung „Gasthof zur Post“ entstanden sein. Damalige Eigentümerin und Postagenturinhaberin war die Familie Nothaft. Anfang der 1920er Jahre übernahm Alfons Mosler der Bruder des nebenan tätigen Korbwarenfabrikanten Franz Paul Mosler, das Anwesen, welches er etwa 1936 an die „Schlossbrauerei Moos“ (spätere Firmenbezeichnungen „Gräfliches Brauhaus Moos“ und „Arcobräu Moos“) verkaufte.

Am Ende des 2. Weltkrieges wurde der Gasthof von der amerikanischen Armee beschlagnahmt – am 19.07.1945 ist durch die Unachtsamkeit der Besatzungssoldaten bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Poststelle wurde damals in „Holzapfelhaus“ nach Mittelwinzer verlegt. Ab 1946 wurde mit dem Wiederaufbau des Gasthauses begonnen. Als bedeutendste Veränderung gegenüber vorher wurde dabei der über zwei Etagen reichende Saal mit an drei Seiten umlaufender Galerie vorgenommen. Während bis Mitte der 1980er Jahre der Wirtschaftsbetrieb erfolgreich (insbesondere durch die Wirtsleute Leitl bzw. Reichl/Wieland) geführt wurde, verviel er danach stetig bis hin zu dessen Einstellung.

2010 hat der Markt Winzer den „Gasthof zur Post“ gekauft und in den folgenden beiden Jahren umfassend renoviert und modernisiert. Neben den gemütlich eingerichteten Gast- und Nebenzimmern im Erdgeschoss befinden sich im Obergeschoss verschiedenen Tagungs- und Konferenzräume sowie der großzügig gestalteter Saal mit umlaufender Galerie. Im Außenbereich befindet sich eine große Terrasse.